+ + + 14.01.2009: Gesetzesentwurf geht in Begutachtung - Frist endet am 28.01.2009 + + + + + + 4./5.3.2009: Diskussion im Finanzausschuss + + +

+ + + 11.3.2009: Parlament beschließt die Absetzbarkeit + + +

+ + + 31.7.2009: Veröffentlichung der Liste durch das Finanzamt 1/23 + + + + + + 6.12.2009: BMF startet Öffentlichkeitskampagne + + + + + + 1.1.2010: 366 NPOs haben die Spendenabsetzbarkeit + + +
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Seit Jahren wird in Österreich die Ausweitung der steuerlichen Spendenabsetzbarkeit diskutiert. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Geschehnisse und Statements.

 
2008
 
22.10.2008 Trotz laufender Forderungen der Hilfsorganisationen und trotz der einhelligen Befürwortung der Parteiobleute vor der Wahl, die steuerliche Spendenabsetzbarkeit für gemeinnützige Hilfsorganisationen endlich umzusetzen, wurden die dazu notwendigen Änderungen des Einkommenssteuergesetzes auch heute im Ministerrat nicht behandelt.
 
10.2008 Der FVA und viele Hilfsorganisationen, wie beispielsweise das Österreichische Rote Kreuz, WWF, Greenpeace, Global 2008, Hilfswerk, Arbeiter Samariter Bund Österreich, etc. machen in zahlreichen Presseaussendungen auf drohende Spendenrückgänge, verursacht durch die reale und gefühlte Teuerung und durch die Finanzkrise, aufmerksam. Österreichische Print-, TV- und Radio-Medien greifen die Themen "Spendenrückgänge und Spendenabsetzbarkeit" auf.
Hier gehts zu Presseaussendungen und Pressemeldungen
 
26.09.2008 Hilfswerk-Präsident Othmar Karas fordert nach den Zusagen der Parteien die Umsetzung der Spendenabsetzbarkeit von der künftigen Regierung. Jahrelang hat man uns immer wieder auf die nächste Steuerreform vertröstet. Jetzt muss die Spendenabsetzbarkeit einfach kommen, wie sie mit drei Ministerien und den Vertretern der NPOs beschlossen wurde. Österreich muss endlich die rote Laterne in Europa abgeben. Humanitäre Spenden müssen auch in Österreich endlich absetzbar werden!", so Karas.

WWF und FVA kündigen die vehemente Einforderung dieses Wahlversprechens von den Politikern ein. "In Zeiten der Teuerung und der Weltfinanzkrise, in denen mehr gespart werden muss, werden die Spenden immer rarer". Die Spendenabsetzbarkeit ist eine wichtige Maßnahme gegen die Folgen der Teuerung, damit die Arbeit der zahlreichen sozialen und Umweltorganisationen weiter betrieben werden kann", so Lutschinger und Pock.
 
25.09.2008 In der so genannten „Elefantenrunde“ befragt Ingrid Thurnherr die Spitzenkandidaten Werner Feymann, Willi Molterer, Alexander van der Bellen, Heinz-Christian Strache und Jörg Haider, ob sie für die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden sind. Alle Kandidaten beantworten die Frage mit „JA“.

Hier gehts zum Video (Dauer 1:36min)
 
17.09.2008 FVA, WWF, Caritas, Greenpeace und Rote Nasen fordern in einer Presseaussendung im Hinblick auf die Nationalratswahl klare Bekenntnisse der Wahlwerbenden Parteien, dass die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden an gemeinnützige Organisationen endlich Wirklichkeit wird. "Mit der Schlussposition Österreichs bei der Spendenabsetzbarkeit muss endlich Schluss sein", sind sich die gemeinnützigen Hilfs-, Umwelt-, und Tierschutzorganisationen einig. Deshalb fordern die NGO’s von den Vertretern der künftigen Regierung das Ende der Benachteiligung von Spendenorganisationen, die Anerkennung der Spendenbereitschaft der Österreicher und die Einführung der Spendenabsetzbarkeit durch die neue Bundesregierung.
 
08.09.2008 Der FVA fordert kurz vor der Wahl die Spitzenkandidaten der Parteien SPÖ, ÖVP, FPÖ, BZÖ, Die Grünen und das LIF auf, zum Thema steuerliche Spendenabsetzbarkeit Position zu beziehen. FPÖ, BZÖ, Die Grünen und die SPÖ sprechen sich für die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden aus. Von ÖVP und LIF langte keine Stellungnahme ein.

Hier finden Sie den Brief des FVA (als Beispiel an Herrn Faymann) und die Antworten der Parteien.
 
20.08.2008 Bei den Alpbacher Reformgesprächen zum Thema "Steuern in Richtung Nachhaltigkeit" war auch das Thema der Steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden ein wichtiges Thema. Großer Konsens bestand zwischen den Arbeitskreis-TeilnehmerInnen, Charles Beat Blankart (Leiter Institut für öffentliche Finanzen, Humboldt Universität zu Berlin), Manfred Kastner (CEO, C.A.T. oil AG), Wolfgang Kopetzky (Generalsekretär Österreichisches Rotes Kreuz), Klaus Wiedermann (Wirtschaftsprüfer Detoille, Verband Österreichischer Privatstiftungen), Barbara Kolm (Friedrich August v. Hayek Institute) und Günther Lutschinger (FVA), dass diese ein notwendige und sinnvolle Maßnahme zur Förderung der Spendenbereitschaft darstellt und hier noch Potentiale zur Steigerung des Spendenvolumens im Bereich der Wirtschaft insbesondere der KMUs und des Mittelstandes bestehen.

Der Verband der Privatstiftungen sieht unter Beachtung der spezifischen steuerlichen Situation der Privatstiftungen, deren Volumen auf rund 60 Milliarden Euro geschätzt wird, die Möglichkeit, dass mittelfristig aus diesem Bereich mehrere hundert Millionen Euro in gemeinnützige, kulturelle und universitäre Einrichtungen fließen können.

Der Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), Wolfgang Kopetzky, fordert erneut die rasche Einführung der für die nächste Steuerreform angekündigten Maßnahme. Einvernehmen bestand zwischen den Teilnehmern auch über die Notwendigkeit, die Politik hier stärker in die Verantwortung zu nehmen.
 
2007
 
17.04.2007 Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, zeigt sich mit den ersten hundert Tagen der Bundesregierung nicht zufrieden. Das beträfe auch das für alle Hilfsorganisationen wichtige Thema der Spendenabsetzbarkeit. Wie es nach dem Gesetzesentwurf von Ex-Finanzminister Grasser weitergehen würde, wisse man nicht. „Wir haben bis heute keine weiteren Kommentare erhalten“, so Kopetzky.
 
11.01.2007 In einem Bericht in "Eco" (Wirtschaftsmagazin des ORF) wird die Frage aufgeworfen, wie es nach der Bildung der neuen Bundesregierung mit der von der alten bereits zugesagten Ausdehnung der steuerlichen Absetzbarkeit weitergehen wird. Laut Herbert Witschnig (Vertreter des FVA im Arbeitskreis "Steuerliche Absetzbarkeit) ist bei Einführung mit einer Steigerung des Spendenaufkommens um rund 25 Prozent für die nächsten drei Jahre zu rechnen. In vergleichbaren Ländern wie der Schweiz würden pro Kopf und Jahr 71 Euro, oder in Deutschland 60 Euro gespendet werden. In Österreich aber nur 31 Euro. ÖVP-Finanzsprecher Stummvoll geht grundsätzlich davon aus, dass die Vereinbarung auch für die neue Regierung verbindlich sein wird. Ein Warten bis zu einer nächsten großen Steuerreform (erst ca. 2010) wäre dafür jedenfalls zu lang. Im Regierungsprogramm findet sich kein Hinweis auf eine solche Änderung.
 
2006
 
28.12.2006 Othmar Karas (Präsident Hilfswerk) fordert, dass die Spendenabsetzbarkeit in das Koalitionsübereinkommen aufgenommen werden muss. Österreich müsse endlich die rote Laterne in Europa abgeben.
 
Vor der Nationalratswahl 2006 Norbert Hofer (stv. FPÖ-Bundesparteiobmann) bezeichnet die versprochene steuerliche Absetzbarkeit von Spenden als politisches Windei. "Wenn Grasser und die Regierung es wirklich ernst meinen, sollen sie dieses Unterfangen noch vor den Nationalratswahlen umsetzen. Ansonsten muss man davon ausgehen, dass es sich wie so oft nur um einen vorgezogenen Wahlkampfgag handelt. Bis 2007 kann sich viel geändert haben, es ist durchaus möglich, dass auch der Finanzminister bis dahin den endgültigen Rückzug in sein öffentliches Privatleben angetreten hat.", so Hofer.
 
30.06.2006 Die NPO-Arbeitsgruppe hat den Entwurf mit Finanzminister Grasser diskutiert. Sie hat nach Rücksprache mit Experten und NPOs gemeinsame Gesetzesvorschläge an das BMF übermittelt und erwartet in den nächsten Wochen einen überarbeiteten Entwurf des BMF.
 
27.04.2006 Michaela Wagner (Geschäftsführerin Industriellenvereinigung Vorarlberg) erklärt, dass mit der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden eine langjährige Forderung der Industriellenvereinigung umgesetzt werde. Mit der Spendenabsetzbarkeit würden Kooperationen zwischen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen bzw. Vereinen verstärkt. Gemäß einer Umfrage der Industriellenvereinigung (IV) würde die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden bei drei Viertel der befragten Unternehmen zu stärkerer Unterstützung von gemeinnützigen Einrichtungen und Initiativen führen.
 
25.04.2006 Finanzminister Grasser legt der Arbeitsgruppe zur Spendenabsetzbarkeit einen konkreten Entwurf für eine Novelle zum Einkommenssteuergesetz vor. Auf Drängen vieler Spendenorganisationen soll mit diesem die Absetzbarkeit von Spenden auf die Bereiche Humanitäres, Entwicklungszusammenarbeit und Ökologie ausgedehnt werden. Wesentliche Details des Entwurfs sind noch zu klären. Wermutstropfen bleibt die Tatsache, dass die Novelle erst nach den Wahlen beschlossen werden soll.
 
01.02.2006 Christoph Matznetter (Finanzsprecher der SPÖ) bezeichnet die Ankündigung eines Gesetzesentwurfes zur Spendenabsetzbarkeit für Mai 2006 und deren geplante Umsetzung in der nächsten Gesetzgebungsperiode als endlose Geschichte, die als Wahlzuckerlvariante weiter vertagt werde. Das Grasser-Konzept sei unter anderem deshalb unausgegoren, weil wichtige Bereiche wie Tierschutz- und Umweltorganisationen ausgenommen werden. Die SPÖ werde einen alternativen Vorschlag in den parlamentarischen Prozess einbringen.
 
30.01.2006 Eva Glawischnig (Stv. Partei-Vorsitzende der Grünen) fordert, die Spendenabsetzbarkeit sofort umzusetzen. Bei einer intelligenten Gestaltung könnte der Steuerausfall minimiert werden, wendet Glawischnig gegen KH Grasser ein, der wegen des zu erwartenden Steuerausfalls die Absetzbarkeit nicht mehr in dieser Legislaturperiode durchführen will.
 
01.2006 Die Arbeitsgruppe zur Spendenabsetzbarkeit im BMF hat ihre Arbeit mit einem Konsens über ein konkretes Steuer-Modell abgeschlossen. Die Absetzbarkeit soll, basierend auf dem gültigen Modell für Wissenschaft und Forschung, auf andere gemeinnützige Zwecke ausgeweitet werden.
 
2005
 
02.2005 Das Finanzministerium richtet auf Druck von Spendern und Spendenorganisationen eine spezielle Arbeitsgruppe zur Spendenabsetzbarkeit ein.
 
17.02.2005 Werner Kogler, Budgetsprecher der Grünen bezeichnet die Äußerungen von führenden FPÖ-Politikern (Hubert Gorbach und Sigisbert Dolinschek) für die Einführung der Spendenabsetzbarkeit als unglaubwürdig und scheinheilig. Vielmehr sei die FPÖ bisher Mittäter bei Verhinderung von Absetzbarkeit von Spenden.
 
20.01.2005 Die Mitglieder des Wirtschaftsforums der Führungskräfte haben sich in einer Befragung zu 94 Prozent für die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ausgesprochen. „Der grandiose Einsatz vieler Österreicher und Österreicherinnen nach der Flutkatastrophe sollte nicht durch eine der restriktivsten Regelungen Europas behindert werden. Besonders Führungskräfte würden noch wesentlich mehr beitragen, wenn der Fiskus – wie international üblich – entgegenkommender wäre.“, so DI Peter Prokopowski, Vorsitzender der WdF Oberösterreich.
 
2004
 
04.2004 Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ) spricht sich im Präsidentschafts-Wahlkampf für die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden an gemeinnützige Vereine bzw. Hilfsorganisationen aus. Zitat: „Ich halte es nicht nur für fair, sondern auch für ein absolut wichtiges Signal, dass soziales Engagement, also konkret die Spendentätigkeit an gemeinnützige Vereine, aus der Steuerpflicht herausgenommen wird", sagte Fischer in einer Aussendung. Sollte er zum Bundespräsidenten gewählt werden, werde er sich "dafür einsetzen, dass die steuerliche Absetzbarkeit rasch umgesetzt wird."
 


Seit Jahren wird in Österreich die Ausweitung der steuerlichen Spendenabsetzbarkeit diskutiert. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Geschehnisse und Statements.

 
2008
 
22.10.2008 Trotz laufender Forderungen der Hilfsorganisationen und trotz der einhelligen Befürwortung der Parteiobleute vor der Wahl, die steuerliche Spendenabsetzbarkeit für gemeinnützige Hilfsorganisationen endlich umzusetzen, wurden die dazu notwendigen Änderungen des Einkommenssteuergesetzes auch heute im Ministerrat nicht behandelt.
 
10.2008 Der FVA und viele Hilfsorganisationen, wie beispielsweise das Österreichische Rote Kreuz, WWF, Greenpeace, Global 2008, Hilfswerk, Arbeiter Samariter Bund Österreich, etc. machen in zahlreichen Presseaussendungen auf drohende Spendenrückgänge, verursacht durch die reale und gefühlte Teuerung und durch die Finanzkrise, aufmerksam. Österreichische Print-, TV- und Radio-Medien greifen die Themen "Spendenrückgänge und Spendenabsetzbarkeit" auf.
Hier gehts zu Presseaussendungen und Pressemeldungen
 
26.09.2008 Hilfswerk-Präsident Othmar Karas fordert nach den Zusagen der Parteien die Umsetzung der Spendenabsetzbarkeit von der künftigen Regierung. Jahrelang hat man uns immer wieder auf die nächste Steuerreform vertröstet. Jetzt muss die Spendenabsetzbarkeit einfach kommen, wie sie mit drei Ministerien und den Vertretern der NPOs beschlossen wurde. Österreich muss endlich die rote Laterne in Europa abgeben. Humanitäre Spenden müssen auch in Österreich endlich absetzbar werden!", so Karas.

WWF und FVA kündigen die vehemente Einforderung dieses Wahlversprechens von den Politikern ein. "In Zeiten der Teuerung und der Weltfinanzkrise, in denen mehr gespart werden muss, werden die Spenden immer rarer". Die Spendenabsetzbarkeit ist eine wichtige Maßnahme gegen die Folgen der Teuerung, damit die Arbeit der zahlreichen sozialen und Umweltorganisationen weiter betrieben werden kann", so Lutschinger und Pock.
 
25.09.2008 In der so genannten „Elefantenrunde“ befragt Ingrid Thurnherr die Spitzenkandidaten Werner Feymann, Willi Molterer, Alexander van der Bellen, Heinz-Christian Strache und Jörg Haider, ob sie für die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden sind. Alle Kandidaten beantworten die Frage mit „JA“.

Hier gehts zum Video (Dauer 1:36min)
 
17.09.2008 FVA, WWF, Caritas, Greenpeace und Rote Nasen fordern in einer Presseaussendung im Hinblick auf die Nationalratswahl klare Bekenntnisse der Wahlwerbenden Parteien, dass die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden an gemeinnützige Organisationen endlich Wirklichkeit wird. "Mit der Schlussposition Österreichs bei der Spendenabsetzbarkeit muss endlich Schluss sein", sind sich die gemeinnützigen Hilfs-, Umwelt-, und Tierschutzorganisationen einig. Deshalb fordern die NGO’s von den Vertretern der künftigen Regierung das Ende der Benachteiligung von Spendenorganisationen, die Anerkennung der Spendenbereitschaft der Österreicher und die Einführung der Spendenabsetzbarkeit durch die neue Bundesregierung.
 
08.09.2008 Der FVA fordert kurz vor der Wahl die Spitzenkandidaten der Parteien SPÖ, ÖVP, FPÖ, BZÖ, Die Grünen und das LIF auf, zum Thema steuerliche Spendenabsetzbarkeit Position zu beziehen. FPÖ, BZÖ, Die Grünen und die SPÖ sprechen sich für die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden aus. Von ÖVP und LIF langte keine Stellungnahme ein.

Hier finden Sie den Brief des FVA (als Beispiel an Herrn Faymann) und die Antworten der Parteien.
 
20.08.2008 Bei den Alpbacher Reformgesprächen zum Thema "Steuern in Richtung Nachhaltigkeit" war auch das Thema der Steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden ein wichtiges Thema. Großer Konsens bestand zwischen den Arbeitskreis-TeilnehmerInnen, Charles Beat Blankart (Leiter Institut für öffentliche Finanzen, Humboldt Universität zu Berlin), Manfred Kastner (CEO, C.A.T. oil AG), Wolfgang Kopetzky (Generalsekretär Österreichisches Rotes Kreuz), Klaus Wiedermann (Wirtschaftsprüfer Detoille, Verband Österreichischer Privatstiftungen), Barbara Kolm (Friedrich August v. Hayek Institute) und Günther Lutschinger (FVA), dass diese ein notwendige und sinnvolle Maßnahme zur Förderung der Spendenbereitschaft darstellt und hier noch Potentiale zur Steigerung des Spendenvolumens im Bereich der Wirtschaft insbesondere der KMUs und des Mittelstandes bestehen.

Der Verband der Privatstiftungen sieht unter Beachtung der spezifischen steuerlichen Situation der Privatstiftungen, deren Volumen auf rund 60 Milliarden Euro geschätzt wird, die Möglichkeit, dass mittelfristig aus diesem Bereich mehrere hundert Millionen Euro in gemeinnützige, kulturelle und universitäre Einrichtungen fließen können.

Der Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), Wolfgang Kopetzky, fordert erneut die rasche Einführung der für die nächste Steuerreform angekündigten Maßnahme. Einvernehmen bestand zwischen den Teilnehmern auch über die Notwendigkeit, die Politik hier stärker in die Verantwortung zu nehmen.
 
2007
 
17.04.2007 Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, zeigt sich mit den ersten hundert Tagen der Bundesregierung nicht zufrieden. Das beträfe auch das für alle Hilfsorganisationen wichtige Thema der Spendenabsetzbarkeit. Wie es nach dem Gesetzesentwurf von Ex-Finanzminister Grasser weitergehen würde, wisse man nicht. „Wir haben bis heute keine weiteren Kommentare erhalten“, so Kopetzky.
 
11.01.2007 In einem Bericht in "Eco" (Wirtschaftsmagazin des ORF) wird die Frage aufgeworfen, wie es nach der Bildung der neuen Bundesregierung mit der von der alten bereits zugesagten Ausdehnung der steuerlichen Absetzbarkeit weitergehen wird. Laut Herbert Witschnig (Vertreter des FVA im Arbeitskreis "Steuerliche Absetzbarkeit) ist bei Einführung mit einer Steigerung des Spendenaufkommens um rund 25 Prozent für die nächsten drei Jahre zu rechnen. In vergleichbaren Ländern wie der Schweiz würden pro Kopf und Jahr 71 Euro, oder in Deutschland 60 Euro gespendet werden. In Österreich aber nur 31 Euro. ÖVP-Finanzsprecher Stummvoll geht grundsätzlich davon aus, dass die Vereinbarung auch für die neue Regierung verbindlich sein wird. Ein Warten bis zu einer nächsten großen Steuerreform (erst ca. 2010) wäre dafür jedenfalls zu lang. Im Regierungsprogramm findet sich kein Hinweis auf eine solche Änderung.
 
2006
 
28.12.2006 Othmar Karas (Präsident Hilfswerk) fordert, dass die Spendenabsetzbarkeit in das Koalitionsübereinkommen aufgenommen werden muss. Österreich müsse endlich die rote Laterne in Europa abgeben.
 
Vor der Nationalratswahl 2006 Norbert Hofer (stv. FPÖ-Bundesparteiobmann) bezeichnet die versprochene steuerliche Absetzbarkeit von Spenden als politisches Windei. "Wenn Grasser und die Regierung es wirklich ernst meinen, sollen sie dieses Unterfangen noch vor den Nationalratswahlen umsetzen. Ansonsten muss man davon ausgehen, dass es sich wie so oft nur um einen vorgezogenen Wahlkampfgag handelt. Bis 2007 kann sich viel geändert haben, es ist durchaus möglich, dass auch der Finanzminister bis dahin den endgültigen Rückzug in sein öffentliches Privatleben angetreten hat.", so Hofer.
 
30.06.2006 Die NPO-Arbeitsgruppe hat den Entwurf mit Finanzminister Grasser diskutiert. Sie hat nach Rücksprache mit Experten und NPOs gemeinsame Gesetzesvorschläge an das BMF übermittelt und erwartet in den nächsten Wochen einen überarbeiteten Entwurf des BMF.
 
27.04.2006 Michaela Wagner (Geschäftsführerin Industriellenvereinigung Vorarlberg) erklärt, dass mit der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden eine langjährige Forderung der Industriellenvereinigung umgesetzt werde. Mit der Spendenabsetzbarkeit würden Kooperationen zwischen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen bzw. Vereinen verstärkt. Gemäß einer Umfrage der Industriellenvereinigung (IV) würde die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden bei drei Viertel der befragten Unternehmen zu stärkerer Unterstützung von gemeinnützigen Einrichtungen und Initiativen führen.
 
25.04.2006 Finanzminister Grasser legt der Arbeitsgruppe zur Spendenabsetzbarkeit einen konkreten Entwurf für eine Novelle zum Einkommenssteuergesetz vor. Auf Drängen vieler Spendenorganisationen soll mit diesem die Absetzbarkeit von Spenden auf die Bereiche Humanitäres, Entwicklungszusammenarbeit und Ökologie ausgedehnt werden. Wesentliche Details des Entwurfs sind noch zu klären. Wermutstropfen bleibt die Tatsache, dass die Novelle erst nach den Wahlen beschlossen werden soll.
 
01.02.2006 Christoph Matznetter (Finanzsprecher der SPÖ) bezeichnet die Ankündigung eines Gesetzesentwurfes zur Spendenabsetzbarkeit für Mai 2006 und deren geplante Umsetzung in der nächsten Gesetzgebungsperiode als endlose Geschichte, die als Wahlzuckerlvariante weiter vertagt werde. Das Grasser-Konzept sei unter anderem deshalb unausgegoren, weil wichtige Bereiche wie Tierschutz- und Umweltorganisationen ausgenommen werden. Die SPÖ werde einen alternativen Vorschlag in den parlamentarischen Prozess einbringen.
 
30.01.2006 Eva Glawischnig (Stv. Partei-Vorsitzende der Grünen) fordert, die Spendenabsetzbarkeit sofort umzusetzen. Bei einer intelligenten Gestaltung könnte der Steuerausfall minimiert werden, wendet Glawischnig gegen KH Grasser ein, der wegen des zu erwartenden Steuerausfalls die Absetzbarkeit nicht mehr in dieser Legislaturperiode durchführen will.
 
01.2006 Die Arbeitsgruppe zur Spendenabsetzbarkeit im BMF hat ihre Arbeit mit einem Konsens über ein konkretes Steuer-Modell abgeschlossen. Die Absetzbarkeit soll, basierend auf dem gültigen Modell für Wissenschaft und Forschung, auf andere gemeinnützige Zwecke ausgeweitet werden.
 
2005
 
02.2005 Das Finanzministerium richtet auf Druck von Spendern und Spendenorganisationen eine spezielle Arbeitsgruppe zur Spendenabsetzbarkeit ein.
 
17.02.2005 Werner Kogler, Budgetsprecher der Grünen bezeichnet die Äußerungen von führenden FPÖ-Politikern (Hubert Gorbach und Sigisbert Dolinschek) für die Einführung der Spendenabsetzbarkeit als unglaubwürdig und scheinheilig. Vielmehr sei die FPÖ bisher Mittäter bei Verhinderung von Absetzbarkeit von Spenden.
 
20.01.2005 Die Mitglieder des Wirtschaftsforums der Führungskräfte haben sich in einer Befragung zu 94 Prozent für die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ausgesprochen. „Der grandiose Einsatz vieler Österreicher und Österreicherinnen nach der Flutkatastrophe sollte nicht durch eine der restriktivsten Regelungen Europas behindert werden. Besonders Führungskräfte würden noch wesentlich mehr beitragen, wenn der Fiskus – wie international üblich – entgegenkommender wäre.“, so DI Peter Prokopowski, Vorsitzender der WdF Oberösterreich.
 
2004
 
04.2004 Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ) spricht sich im Präsidentschafts-Wahlkampf für die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden an gemeinnützige Vereine bzw. Hilfsorganisationen aus. Zitat: „Ich halte es nicht nur für fair, sondern auch für ein absolut wichtiges Signal, dass soziales Engagement, also konkret die Spendentätigkeit an gemeinnützige Vereine, aus der Steuerpflicht herausgenommen wird", sagte Fischer in einer Aussendung. Sollte er zum Bundespräsidenten gewählt werden, werde er sich "dafür einsetzen, dass die steuerliche Absetzbarkeit rasch umgesetzt wird."
 

 

WIR UNTERSTÜTZEN

Monika Culen
Rote Nasen
Monika Culen
"Wir wollen, dass Solidarität und Verantwortung für einander eine Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft werden. Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist ein unverzichtbarer Schritt für diese nachhaltige Kultur der Philanthropie in Österreich."
Kurt Bergmann
Gründer "Licht ins Dunkel"
"Warum?
Spenden für die Ameisenforschung sind steuerlich absetzbar, solche für hungernde Kinder nicht!"


Prim. Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger
Haus der Barmherzigkeit
"Soziale Hilfsorganisationen wie das Haus der Barmherzigkeit übernehmen immer mehr Leistungen für unsere Gesellschaft und beschäftigen 116.000 Arbeitnehmer.
Österreich braucht uns. Wir brauchen Spenden. Daher: Spendenabsetzbarkeit jetzt!"


DI Dr. Hildegard Aichberger
WWF
"Wir sind auf die dauerhafte Hilfe unserer Spender angewiesen, Ohne die Spendenabsetzbarkeit drohen dem WWF Spendeneinbußen von bis zu 20 Prozent nach den derzeitigen Berechnungen. Wir wissen noch nicht, bei welchen Umweltprojekten wir deswegen kürzen müssen. Natur und Umwelt dürfen nicht auf Kosten der Finanzkrise vernachlässigt werden!"

Ing. Heinz Hödl
KOO

"Die Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission begrüßt den Vorstoß von Finanzminister Josef Pröll und fordert, dass dieser Gesetzesentwurf rasch umgesetzt wird!"
Dr. Gerhard Heilingbrunner
Umweltdachverband



"Eine Stärkung der Zivilgesellschaft ist notwendiger denn je. Die Herausforderungen und Lösungsansätze werden immer komplexer.
Die Absetzbarkeit von Spenden für Umwelt – und Hilfsorganisationen ist daher ein wichtiger gesellschaftspolitischer Schritt in eine richtige Richtung."
Mag. Ulrike Schelander
CARE Österreich
Mag. Ulrike Schelander
 
"Eine Milliarde Menschen leiden an Hunger. Mit Spenden können wir Leben retten und Gerechtigkeit schaffen. Daher brauchen die Ärmsten der Armen die Spendenabsetzbarkeit – jetzt!"

Mag. Alexander Egit
Greenpeace
"Lippenbekenntnisse sind nicht nur beim Umweltschutz eine Sünde.
Spendenabsetzbarkeit wurde vor der Wahl versprochen, und muss daher nach der Wahl auch eingelöst werden."
Dr. Klaus Kastenhofer
Global 2000
"Damit die großartige Leistung der österreichischen Spenderinnen und Spender für unser Land auch endlich staatliche Anerkennung finden!"
Florian Bittner
Österreichisches Institut für Spendenwesen - ÖIS
Florian Bittner

"Alle im Parlament vertretenen Parteien haben sich im Laufe der vergangenen Jahre zur Steuerabsetzbarkeit von Spenden bekannt. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt bereits vor. Das ÖIS fordert die Verantwortlichen dazu auf, rasch Maßnahmen zur Umsetzung der Steuerabsetzbarkeit zu ergreifen und damit das Spendenwesen als Grundpfeiler einer solidarischen Zivilgesellschaft zu fördern."
Heli Dungler
Vier Pfoten
 
„Tierschutz ist ein wichtiger Teil von Umweltschutz und Konsumentenschutz.
Bessere Tierhaltungsbedingen und -gesetze sind ohne die Hilfe unsere Spenderinnen und Spender nicht durchsetzbar. Die Spendenabsetzbarkeit sollte gerade in Zeiten der Finanzkrise schnell Tatsache werden.“
Günter Karlhuber
Pro Juventute


"Spendenorganisationen übernehmen vielfach unbedankt die Aufgaben des Staates. Die Spendenabsetztbarkeit „kostet“ vergleichsweise wenig und bringt ein vielfaches an Wohlfahrtsgewinn für die Zivilgesellschaft. Österreich darf in Sachen Spendenabsetzbarkeit nicht das Schlusslicht Mitteleuropas bleiben."
Mag. Martina Kronthaler
Aktion Leben Österreich
 
"Immer mehr Menschen sind in Österreich von den Teuerungen massiv betroffen. Es kann nicht sein, dass eine Schwangerschaft oder die Geburt eines Kindes eine Frau in die Armut treibt. Wie alle Spendenvereine sind wir auf die Unterstützung von hilfsbereiten Menschen angewiesen. Die NGOs brauchen deshalb unbedingt die steuerliche Absetztbarkeit von Spenden."
Alexander Trinkl
Agenda X - Das junge Zukunftsnetzwerk
 
"Wir brauchen die Menschen in ihrer Vielfalt, die das Gemeinwohl
mitgestalten. Die Spendenabsetzbarkeit schafft die Anreize für den Markt
gemeinnützigen Engagements
."
Mag. Manfred Kumer
Österreichisches Rotes Kreuz
„Neben Finnland ist Österreich das einzige europäische Land, in dem Spenden nicht steuerlich absetzbar sind. Seit Jahren schon fordern Vertreter von Non-Profit-Organisationen, dass Österreich hier auf europäischen Standard aufschließt. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen würden durch die Spendenabsetzbarkeit zu stärkerem sozialen Engagement motiviert werden – zugunsten all jener Menschen, die auf die Leistungen von Hilfsorganisationen angewiesen sind.“

 
Gerhard Pock
WWF


"Österreich ist das vorletzte Land in Europa, dass noch keine Spendenabsetzbarkeit hat. Es ist Zeit, uns aus dieser Steinzeit heraus zu führen. Die Zusagen der Parteien gibt es, allein die Taten fehlen. Ich kann hier nur mehr Ingrid Thurnher zitieren: "Da versteht man nicht, dass es die Spendenabsetzbarkeit nicht schon lange gibt."

Mag. Eva Bauer
Haus der Barmherzigkeit
"Die Spendenabsetzbarkeit für soziale Hilfsorganisationen wie dem Haus der Barmherzigkeit ist europäischer Standard. Österreich darf nicht länger Schlusslicht sein: Daher Spendenabsetzbarkeit jetzt!"


 
Mag.(FH) Alex Buchinger
fundraising competence group
„Ob Ungarn, Tschechien, Polen, viele Osteuropäische Länder stärken mit diversen steuerlichen Vorteilen für SpenderInnen den 3. Sektor und helfen so, die
Spendenbereitschaft der Menschen zu steigern. Trotz junger Spendenkultur wurde sehr rasch die Spendenabsetzbarkeit in diesen Ländern umgesetzt, um
die Entwicklung des 3. Sektors zu beschleunigen und zu stärken. In diesem Bereich sind die CEE Länder Vorbild für Österreich!

 

Paul Märzinger
Arbeiter Samariter Bund



"Als eines der europäischen Schlusslichter bei der Spendenabsetzbarkeit, ist es mittlerweile eine bittere Notwendigkeit, dass Österreich die Absetzbarkeit endlich beschließt. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen kann es nicht sein, dass der Staat Aufgaben an Organisationen überträgt, aber keinerlei Anreiz schafft, dass die Bevölkerung diese Organisationen bei ihrer Arbeit unterstützt.
Spendenabsetzbarkeit - jetzt - sofort - nachhaltig!"